Gemeinderat will mehr Flachwasse
Kiesgrube Maiwald soll erweitert werden
Wieviel Prozent Flachwasserzone benötigt ein Baggersee? Diese Frage beschäftigte den Gemeinderat am Montag Dabei ging es um die geplante Erweiterung der Kiesgrube Maiwald um rund elf Hektar auf den Gemarkungen Mösbach und Renchen durch die Firma Schwarzwälder Granit- und Schotterwerke Hermann Ossola aus Kappelrodeck. Insgesamt drei Ausbaustufen sind vorgesehen.
Nach der ersten Ausbaustufe soll nach Auskunft des Landratsamts der Anteil von Flachwasserzonen bei sechs Prozent liegen. Die Landesanstalt für Umweltschutz empfehle eine Fläche von mindestens zehn Prozent der Gesamtfläche des Baggersees, betonten Nabu und BUND in ihrer Stellungnahme. Dies stellte Peter Huber (ABL) klar. An der Südwest- und an der Nordwestecke könne man Flachwasserzonen anlegen.
Stephan Engel (Umwelt- und Naturschutz) von der Acherner Stadtverwaltung verwies auf die Bedeutung dieser Flächen. Sie seien für die Wasserflora wichtig und zudem die Kinderstube für Fische.
Björn Eiselt (Fachgebietsleiter Sicherheit, Recht und Ordnung) ergänzte, dass dieser Bereich für die Wasserumwälzung von Bedeutung sei. Die Gefahr, dass ein See im Sommer »umkippt«, sei bei unzureichender Flachwasserzone erhöht. In Großweier, betonte Stephan Engel, sei fast 50 Prozent des Sees Flachwasserzone, was »sehr vorbildlich« sei.
Mindestens 10 Prozent
So beantragte Peter Huber (ABL), den Anteil von Flachwasserzonen für den alten und neuen Bereich auf mindestens zehn Prozent festzusetzen. Dies beschloss der Gemeinderat bei einer Enthaltung. Herr des Verfahrens ist allerdings das Landratsamt, an das der Ratsbeschluss weitergeleitet wird. Rolf Glaser (Bürgerforum) freut sich, wenn das langwierige Verfahren sich dem Ende zuneigt. »Wir haben Rohstoffbedürfnisse«, erklärte er die Bedeutung der Kiesförderung.
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