FWV bleibt die stärkste Partei
CDU verliert ein Mandat / Schwache Wahlbeteiligung
Keine Überraschungen bei den Gemeinderatswahlen in Renchen: Die Freien Wähler (FWV) haben ihre acht Sitze behalten, die SPD verteidigt vier Mandate und die CDU büßte einen Sitz ein. Weiter rückläufig ist die Wahlbeteiligung.
Gestern um 13.30 Uhr meldete Wahlleiter Stefan Gutenkunst das »vorläufige« Endergebnis der Gemeinderatswahl 2009. Es gab keine Überraschungen. »Wahlsieger« waren die Freien Wähler, die ihren Stimmenanteil gegenüber den Wahlen 2004 um 0,4 Prozentpunkte steigern konnten Die CDU büßte 0,5 Prozent, die Sozialdemokraten knapp 0,8 Prozent ein. Damit setzte sich der Trend von 2004 fort. Bei den letzten Wahlen verlor die SPD nicht nur einen Sitz, sondern auch 3,3 Prozent Stimmenanteil. Auch die CDU verlor in 2004 – genau drei Prozent, obwohl sie damals ihre acht Sitze im Stadtparlament verteidigte. Ein Mandat – Ratsdame Andrea Kohler (Ulm) – wurde diesmal verloren. Ganz ohne weiblichen Sachverstand sind die Renchener Christdemokraten in den kommenden fünf Jahren aber nicht. Monika Ziliox schaffte diesmal den Sprung ins Parlament, sammelte in der Kernstadt 812 Stimmen.
Erneut absoluter »Stimmenkönig« auch bei dieser Wahl ist Wolfgang Bär von den Freien Wählern – für ihn wurden 2569 Stimmen notiert (2004 waren es 2891). Auch Corinna Höfinghoff (1576) und Roland Boldt (1542) sind »Zugpferde« der FWV.
Und Ralf König sammelte »aus dem Stand« 1111 Stimmen – eine Schnapszahl, die ihm als Kommunalpolitiker Glück bringen sollte.
Bei der SPD sind die Routiniers Heinz Schäfer (2348) und Josef Braun (1553) die eifrigsten Stimmensammler – Schäfer legte im Vergleich zu 2004 nochmals zu, während sich Braun über fast die gleiche Stimmenzahl freuen kann.
Erstaunlich sind die Ergebnisse der beiden CDU-Zugpferde Herbert König und Egon Busam. Im kleinen Erlach sammelten sie zusammen 1918 Stimmen
In der Kernstadt waren Fraktionssprecher Werner Bär (1615) und Gerhard Schitt (1207) Stimmenkrösus der örtlichen Union. Schwach die Wahlbeteiligung mit 45,08 Prozent.