Freude über sichere Verbindung
Der neue Radweg zwischen Ulm und der Kernstadt wurde am Donnerstag offiziell eröffnet
Im Beisein zahlreicher Ehrengäste wurde am Donnerstag der neue Geh- und Radweg zwischen Renchen und dem Ortsteil Ulm eröffnet
»Heute ist ein besonderer Tag.« Ulms Ortsvorsteher Peter Spraul stand die Freude über die Eröffnung des lang ersehnten Radwegs zwischen Ulm und der Kernstadt Renchen am Donnerstagnachmittag auf der Radwegbrücke über den Ansenbach ins Gesicht geschrieben Eine Vielzahl von Gästen fand sich zur Feierstunde ein, darunter Vertreter des Bauamtes, des Planungsbüros und der ausführenden Baufirma, Schulleiter und Elternbeiräte, die Grundstückseigentümer und natürlich Gemeinde- und Ortschaftsräte. Zwei davon, Bernd Meier und Klemens Kammerer, waren mit nachgebauten Laufrädern aus Holz von Ulm hergeradelt, stilecht gewandet in schwarzen Frack und roten Zylinder.
»Brücken verbinden«
»So lange, wie die beiden historischen Fahrräder vermuten lassen, hat es nun doch nicht gedauert«, schmunzelte Bürgermeister Bernd Siefermann. Allerdings war es bereits in den 70er Jahren, als der Wunsch nach der Radwegverbindung aufkam. Jetzt sei es mit vereinten Kräften gelungen, das Projekt umzusetzen.
»Brücken verbinden«, stellte Peter Spraul den symbolischen Charakter des Bauwerks heraus. Mit dem Radweg sei eine weitere Verbindung für die Menschen der Gesamtstadt geschaffen worden – als Möglichkeit der Begegnung, weit über die rein technische Einrichtung, sich zu besuchen, hinaus. Sein Dank galt nicht zuletzt seinem Amtsvorgänger Gottfried Wald, der das Projekt schon seit vielen Jahren befürwortet hatte und jetzt auch einen Teil seines Hofgrundstücks zur Verfügung stellte.
Siefermann überbrachte auch die Grüße von Landrat Klaus Brodbeck
An diesem Radweg hatte sich der Kreis zwar nicht beteiligt, wohl aber am Radweg von Erlach Richtung Ulm bis zum Kreisverkehr – da gab es einen Zuschuss von 30 Prozent. Auch für das letzte noch offene Stück vom Kreisverkehr nach Ulm werde der Kreis noch bei der Planung und Finanzierung gebraucht, so Siefermann. Ist dieses Teilstück vollendet, sind alle drei Ortsteile über Rad- und Gehwege miteinander verbunden.
Die Rad- und Gehwegverbindung zwischen Renchen und Ulm würdigte Siefermann als Beitrag zur Sicherheit nicht zuletzt der Schulkinder und der Schwimmbadbesucher, aber auch zur Förderung des Umweltbewusstseins und als Element der Tourismusförderung. Erfreulich sei, dass trotz einiger Mehrkosten im Verlauf der Bauarbeiten der Kostenrahmen insgesamt eingehalten werden konnte.
Fahrt auf Laufrädern
Schließlich durchtrennte er gemeinsam mit Ortsvorsteher Spraul das Band. Als erste gingen Bernd Meier und Klemens Kammerer mit ihren Laufrädern auf die Strecke, und auch Bürgermeister und Ortsvorsteher hatten anschließend Gelegenheit, auf dem weitgehend ebenen Streckenabschnitt ihre Fertigkeit auf den historischen Fahrzeugen zu testen.