Dorfwettbewerb scheint Waldulmern zu gefallen

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Ortschaft könnte schon 2011 teilnehmen / Rat zur guten Vorbereitung

Soll Waldulm beim Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« teilnehmen? Dazu hatten Obstbauverein und Ortschaft am Dienstag eine Infoveranstaltung in der Winzergenossenschaft organisiert.

 

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/18966_1.jpgBei der Infoveranstaltung zum Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« machte Hansjörg Haas vom Landratsamt deutlich, worauf es ankommt: »Ortsvorsteher und Räte müssen vorangehen, die Mitwirkung möglichst der ganzen Bevölkerung ist erforderlich«
Rund 60 Waldulmer hörten, was Ortsvorsteher Werner Wölfl sagte: »Das Interesse am Wettbewerb hält uns schon länger in Atem.« Mit der Infoveranstaltung wollte die Ortschaft die Bürger einbinden. Haas stellte die fünf Bereiche vor, die die Bewertungskommission ins Auge fasst: Die Entwicklung des Ortes, etwa bei Bewahrung dörflicher Strukturen und soziale und kulturelle Aktivitäten, auch außerhalb der Vereine. Die Baugestaltung und bauliche Entwicklung, etwa die sparsame Bauflächennutzung und Erhaltung historischer Bausubstanz spielt eine Rolle, ebenso die Grüngestaltung im privaten und öffentlichen Bereich, von naturnahen Freiflächen im Ort über die dorfgerechte Begrünung bis zur Gestaltung der Vorgärten. Bei »Das Dorf in der Landschaft« wird darauf geachtet, ob Landschaftsmerkmale erhalten, gepflegt und entwickelt werden, und welche Rolle der Arten- und Biotopschutz spielt.
Viele Beispiele
»Anhand der Kriterien soll überprüft werden, was schon erreicht wurde und wo noch Defizite bestehen«, sagte Haas. Mit zahlreichen Bildern zeigte er positive und negative Beispiele aus anderen Gemeinden. Auf Showeffekte für den Wettbewerb komme es nicht an, sondern auf solide Vorbereitung und mittelfristige Perspektiven. Eine Beteiligung am Kreiswettbewerb sei 2011 oder 2014 möglich.
»Wir sollten jetzt einen konkreten Plan machen und dann Prioritäten setzen«, meinte Georg Börsig in der Diskussion

Eine Beteiligung bereits 2011 hielt er für fast nicht machbar. Altbürgermeister Klaus-Peter Mungenast, selbst bei Bewertungskommissionen dabei, warnte davor, schlecht vorbereitet in den Wettbewerb zu gehen. Die Enttäuschung könne groß sein. Beste Chancen gebe es da, wo das ganze Dorf deutlich zusammensteht. Jedes Dorf sollte so seine eigene Identität gestalten und in den Wettbewerb einbringen.
So sah es auch der Ortsvorsteher: Die Koordinationsgruppe sollte neben dem Ortschaftsrat und Vereinen auch junge Leute einbeziehen. Haas regte an, Infoabende zu Einzelthemen anzubieten, etwa zu Architektur und Umbau, und erklärte sich zur Beratung bereit.
Doch es gab auch skeptische Stimmen, die auf die Belastung der Vereine hinwiesen oder bezweifelten, dass alle für das Thema zu begeistern sind. Wölfl verwies auf das positive Beispiel der 750-Jahr-Feier, wo alle hinter dem Jubiläum standen. Waldulm, so ein Vorschlag, solle mit anderen Orten Kontakt aufzunehmen, die wie Erlach gute Erfahrungen im Wettbewerb gesammelt haben oder sich wie Ringelbach auf die Teilnahme vorbereiten. Erich Laber riet, wie in Ober-achern einen Ortsverschönerungsverein zu gründen.

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/18966_1.jpgGemeinsamkeit und klare Anleitung: Die Ideen von Hansjörg Haas (links) zum Dorfwettbewerb für Waldulm kamen bei Ortsvorsteher Werner Wölfl an. Dessen Dank fiel flüssig aus.

 

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Veröffentlicht in Erlach

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