Der weiße Fleck verschwindet
Fautenbacher Rat freut sich über Kita-Anbau / Eltern müssen wegen Schule informiert werden
Fautenbach empfängt die deutsche Weinprinzessin, freut sich auf den Kindergartenanbau und zeigt sich hinsichtlich der Schulsituation uneins. All das war im Ortschaftsrat am Mittwoch zu erfahren.
Ortsvorsteher Gebhard Glaser hieß Christian Fuchs, Bauleiter des Kindergartenanbaus, im Ortschaftsrat willkommen. Jeweils ohne Diskussion befürworteten die Räte, den jeweils günstigsten Angeboten den Zuschlag zu erteilen Dass sich bei der beschränkten Ausschreibung in 14 Gewerken immerhin fünf örtliche Betriebe durchgesetzt hatten, kam bei den Räten gut an.
Der Architekt erläuterte, dass zusätzliche Auflagen des Bauamts nach Brandschutztüren und einer Behindertentoilette den ursprünglichen Ansatz von 290 000 Euro zunächst gesprengt hätten, man jedoch durch Einsparungen in der Bauausführung das kompensieren wolle. Gebhard Glaser freut sich, dass der letzte »weiße Fleck« auf der Karte der Acherner U 3-Gruppen verschwinde und noch im November mit dem Bau begonnen werde. In der Talstraße seien beim Kindergarten Beeinträchtigungen des Verkehrs zu erwarten, bestätigte Fuchs auf Nachfrage von Joachim Droll.
Geld per Glücksspiel
Schwer tat sich das Gremium bei einem Antrag auf Ausbau eines Vereinsheims zu einem Billard-Café und Sports-Bar mit Imbiss im Gewerbegebiet. Der jetzt baurechtlich korrekte Antrag stehe konträr zur Absicht des Bauherrn, mit Glückspielautomaten Geld zu verdienen.
Der Antrag müsse wohl durchgehen, so Glaser. Wie die Sprecher aller Fraktionen forderte er, dass nach dem Bau das Einhalten der Vorschriften kontrolliert werden müsse, kein Alkohol an Nicht-Vereinsmitglieder ausgeschenkt werden dürfe und maximal drei Spielautomaten erlaubt seien.
Sollten sich jedoch überwiegend Kinder und Jugendliche dort aufhalten, bestehe dafür gar ein Aufstellungsverbot
Vier Stimmen wurden letztlich für das Bauvorhaben abgegeben, drei Räte stimmten dagegen während sich weitere drei der Stimme enthielten.
Kurt Wild überreicht eine Unterschriftenliste besorgter Eltern, die eine längere Grünphase für die Fußgängerampel an der Bundesstraße verlangen. Zehn Sekunden Rot sei bei einer zwölf Meter breiten Straße zu wenig, forderte Wild den Ortsvorsteher auf, an entsprechender Stelle mit Nachdruck zu vertreten, dass dieser einzige Übergang an der Bundesstraße sicherer werden müsse.
Einseitig informiert
In einem weiteren Punkt monierte Wild, dass bei den Elternversammlungen in Önsbach und Fautenbach einseitig »pro Renchener Lösung« informiert worden sei. »Die Eltern sollen entscheiden, aber sie sollen auch umfassend informiert werden«, so Wild.
Gebhard Glaser informierte, dass von Seiten der Elternschaft bedauerlicherweise kein Kontakt zur Ortsverwaltung hergestellt worden sei, lediglich der Vorwurf kursiere, dass sich der Rat im Unterschied zur Nachbargemeinde nicht für die Schule einsetze. Am Montag, so Glaser, werde der Gemeinderat öffentlich entscheiden.
Gemeinsam und mit viel Unterstützung der Vereine werde die Ortschaft am Freitag, 29. Oktober, Katja Bohnert als deutsche Weinprinzessin empfangen, kündigte der Ortsvorsteher die nächste große Feier im Zeichen des Weins an.
Um 17 Uhr wird die Feuerwehr beim Elternhaus in der Weststraße einen Maien stellen, ab 18.30 Uhr wird dann mit der Weinhoheit und vielen Gästen in der gezierten Festhalle fröhlich gefeiert.
Auch für dieses Fest freue man sich über starke Beteiligung aus der Rotweingemeinde Waldulm.
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