»Der Kollaps des Freibades hat System«

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Stimmen der Acherner Stadträte zur bevorstehenden Sanierung / Kist warnt vor Grundsatzdiskussion

 

»Es war immer ein Anliegen der Freien Wähler, dass das Freibad saniert wird«, betonte FW-Stadtrat Edgar Gleiß in der Ratssitzung am Montag. Und auch die anderen Fraktionen und Gruppierungen verwiesen darauf, dass ihnen das Freibad schon immer wichtig war Einzig die Umsetzung einer Sanierung gelang bislang noch nicht.
Der Sommer mit der stundenweisen Beckensperrung sei ihm »in die Knochen gefahren, obwohl das Damoklesschwert schon lange im Raum« schwebe, meinte CDU-Fraktionschef Karl Früh. Die Pflichtaufgaben seien realisiert. Jetzt hoffe man, »dass wir in den nächsten Doppelhaushalt die Mittel einstellen können«. Das Freibad müsse wegen der Umbauarbeiten »wahrscheinlich eine Saison geschlossen bleiben. Alles andere ist Augenwischerei.«
Dies wollte Rolf Glaser (Bürgerforum) so nicht stehen lassen. Es ist sei nicht korrekt, »jetzt zu behaupten, dass ein volles Jahr nicht ausreicht für so einen Tümpel«. Die Planung sei in einem Jahr baureif und vom Herbst bis zum Frühjahr umsetzbar. »Der Kollaps des Freibades, das sozusagen an einer Herz-Lungen-Maschine hängt, hat System und eine lange Vorgeschichte«, so Rolf Glaser. Man habe die Latte für eine Sanierung stets sehr hoch gehängt.
Von Kosten in Höhe von rund 1,6 bis 1,8 Millionen Euro geht Edgar Gleiß (Freie Wähler) aus. Das sei ein hoher Betrag für den Haushalt, aber für die Freibadsanierung seien schon ganz andere, höhere Beträge im Gespräch gewesen.
Alternativen suchen
»Der heiße Sommer hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt«, erklärte ABL-Fraktionschefin Jutta Römer. Sie regt indes an, Alternativen zur von Carmen Weber vorgeschlage-

nen Beckensanierung auszuarbeiten, etwa ein L-förmiges Becken oder anderes

»Ich warne vor einer Grundsatzdiskussion«, meinte dazu Roland Kist (Bürgerforum). Sonst würden unnötige Erwartungen geweckt.
»Es wäre wichtig, die Leute zu befragen«, meinte ABL-Stadtrat Peter Huber. Er warnt davor, einen zu großen Zeitdruck aufzubauen. Die derzeitige Übergangslösung halte noch ein bis zwei Jahre. Man müsse sehen: »Was bringt der Haushalt 2012/13?«
Enttäuscht war Stadtrat Andreas Federle (CDU) darüber, dass die Freibadnutzer, die noch in diesem Sommer lautstark und in großer Anzahl im Bürgersaal ihrem Ärger Luft gemacht hatten, bei der Vorstellung der vorläufigen Planung am Montag nicht anwesend waren.

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