Bestens auf China eingestellt
Weitere Chinesisch-Assistentin am Acherner Gymnasium / Sprachkurse werden gut angenommen
Angeregt durch das China-Ortenau-Projekt nehmen das bevölkerungsreichste Land der Erde und seine Sprache am Gymnasium Achern einen steigenden Stellenwert ein.
Vor fünf Jahren rief Georg Lutz, ehemaliger Leiter des Hans-Furler-Gymnasiums Oberkirch, das China-Ortenau-Projekt 2005 ins Leben, um einen lebendigen Kontakt zum Reich der Mitte herzustellen und Schülerinnen und Schülern der Ortenau mit Unterstützung der heimischen Wirtschaft die Möglichkeit zu bieten, Chinesisch zu lernen und am Schüleraustausch mit chinesischen Schulen teilnehmen zu können.
Das Gymnasium Achern fand an diesem Projekt Interesse und richtete über das China-Ortenau-Projekt einen hauseigenen Chinesisch-Kurs ein. Darüber hinaus knüpfte es 2006/07 partnerschaftlichen Kontakt zur Hangzhou Highschool Nr. 2 in der Provinz Zhejiang und führte 2007 den ersten Schüleraustausch durch.
HSK-Prüfung gestellt
Zur Vorbereitung dieser Begegnung kam Chinesisch-Lehrerin Xinjing Wang an das Gymnasium und seither gehören Chinesisch und die Auseinandersetzung mit China zum Angebot der Schule. Auch Xinjing Wangs Mann Dechong Lin hat schon Chinesisch am Gymnasium Achern unterrichtet sowie Kursstunden in chinesischer Kalligraphie und chinesischer Malerei gegeben. Ansonsten unterrichtet Dechong Lin Chinesisch am Schiller-Gymnasium in Offenburg. Sieben Schüler des Gymnasiums haben sich inzwischen schon offiziell der so genannten HSK-Prüfung gestellt, zwei haben bereits die dritte Stufe geschafft, drei die zweite und der Rest die erste Stufe.
Deutsch studiert
Zum zweiten Mal bekam das Gymnasium vom Regierungspräsidium eine der wenigen Chinesisch-Assistentinnen zugesprochen, die der chinesische Staat pro Jahr nach Deutschland schickt. Vier sind es wohl, die im Land Baden-Württemberg verteilt sind.
Diese Assistentin, Jun Tu, wurde am Montagmorgen im Gymnasium offiziell begrüßt. Sie kommt aus der Millionenstadt Chongqing. Jun Tu hat vier Jahre in der Hauptstadt Bejing Deutsch studiert und beherrscht die deutsche Sprache gut. Sie wird den Chinesisch-Unterricht in Achern, Hausach und Offenburg unterstützen, wird aber auch am Gymnasium in den normalen Unterricht mitgehen und über China informieren.
Nachdem die Chinesisch-Assistentin dem Kollegium im Gymnasium bereits vorgestellt war, hieß auch Georg Lutz sie im Namen des China-Ortenau-Projektes willkommen und nahm sie gewissermaßen in den Kreis der Chinesisch-Lehrer Xinjing Wang, Dechon Lin und Angelika Wangemann auf. Angelika Wangemann unterrichtet Chinesisch an der Kinderakademie Zell-Weierbach. Georg Lutz berichtete, dass infolge der Wirtschaftskrise die finanzielle Unterstützung des Projektes durch die Firmen etwas zurück ging, aber er hofft, dass mit dem Aufschwung der Konjunktur auch wieder das Engagement für das China-Ortenau-Projekt wächst. Denn ohne jede sprachliche Vorbereitung und Einstellung auf die chinesische Kultur und Mentalität sieht er für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen keine Chance.
STICHWORT
Chinesisch-Unterricht
Das Gymnasium Achern hat den Antrag laufen, im kommenden Jahr Chinesisch offiziell als spät beginnende Fremdsprache (ab Klasse 10) im Fächerkanon zu führen (wir berichteten). Das hat den Vorteil, dass die Lehrkraft für dieses Fach vom Land finanziert wird und die Schule nicht mehr auf Finanzierungshilfen über das China-Ortenau-Projekt oder auf das Schulbegleiterprogramm zugreifen muss.
Im Gymnasium wurde von der Schulleitung und von den Mitwirkenden im China-Ortenau-Projekt die zweite Chinesisch-Assistentin begrüßt
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