Beeinflusst Werbeanlage das Stadtbild?
Gemeinderat stimmt Pylonen vor Volksbank zu / Kanäle werden untersucht und gereinigt
Bauangelegenheiten beschäftigten über weite Strecken den Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag. Lediglich bei einem Bauantrag zur Aufstellung einer Werbeanlage gab es Gegenstimmen.
Stadtbaumeister Robert Brandstetter erläuterte in der Gemeineratssitzung die im Rahmen der Eigenkontrollverordnung erforderlichen Kanalarbeiten. Alle zehn Jahre müssen die Kanäle auf Undichtigkeiten untersucht werden, wozu man in Renchen Abschnitte gebildet hat In diesem Jahr sollen die Schmutz- und Regenwasserkanäle im Stadtkern Renchen (südlich der Rench) und im Stadtteil Erlach untersucht werden. Alle Fehlstellen, die von innen repariert werden können, wurden erneuert, die Sanierungen von außen dauern noch an, erläuterte Brandstetter und verwies in diesem Zusammenhang auf die Eisenbahnstraße.
Die Fraktionssprecher erkannten, dass die Arbeiten nicht zu verschieben sind, sie signalisierten Zustimmung, den Auftrag zur Reinigung der Kanäle mit anschließender Untersuchung und Dokumentation zu erteilen. Einstimmig erhielt der billigste Bieter (Kress, Achern) den Auftrag von rund 40 000 Euro.
Trotz seiner großen Dimensionierung fügt sich der geplante Neubau eines Sechsfamilienwohnhauses (Kappelstraße 11) in die Umgebung ein. Gegenüber steht bereits ein Haus mit gleicher Höhe. Deshalb – und weil es keine Einsprüche von Nachbarn gab – erteilte der Gemeinderat einstimmig sein Einvernehmen.
Brunnen installiert
Weniger einvernehmlich ging es bei einem weiteren Bauantrag zu. Die Volksbank möchte einen doppelseitigen Pylonen als Werbeanlage aufstellen. Im Grunde entspricht der Antrag nicht der Werbeanlagenverordnung, die sich die Stadt Renchen gegeben hat, machte Bürgermeister Siefermann deutlich. Im näheren Bereich zur Werbeanlage wurde auch noch ein Brunnen installiert. Deshalb stellt sich die Frage nach der Beeinflussung des Stadtbildes
Die Verwaltung schlug allerdings vor, Befreiung von den Vorschriften zu erteilen, da die Anlage gestalterisch den Charakter des Gebäudes und des städtebaulichen Raumes berücksichtigt. Wolfgang Bär stimmte für die Feien Wähler zu, in der CDU-Fraktion gab es bei einer vorangegangenen Sitzung unterschiedliche Meinungen, verdeutlichte Werner Bär. Für Heinz Schäfer (SPD) stellte sich die Frage, ob man den Pylonen nicht weiter hinten anbringen könnte, im Grunde aber signalisierte er Zustimmung. Albert Zink (CDU) war grundsätzlich gegen die Ausnahme und stimmte mit zwei weiteren Stadträten gegen das Vorhaben.