Auf dem »Kamin« sind vier

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Im Biotop der Grimmelshausenschule gibt’s zusätzliches Futterangebot

 

Seit der Wiederansiedlung des Weißstorchs 1989 wurden in Renchen bisher 45 Jungstörche großgezogen, jetzt kamen auf einen Schlag vier weitere dazu. Inzwischen sind sie fünf Wochen alt Bei dem Regen und später auch bei kühlem Wind zogen sie sich meist tief ins Nest zurück, aber am Pfingstmontag war es ihnen warm genug. Sie zeigten sich im Storchennest auf dem Kamin einer früheren Schnapsbrennerei an der Friedhofstraße.
Seit Jahren ist es das gleiche Storchenpaar, das in der Grimmelshausenstadt nistet, es bleibt auch seit Jahren über den Winter und beteiligt sich nicht am großen Flug nach Süden. Dank der biotopverbessernden Maßnahmen des Fördervereins »Weißstiorch« und der Gemeinde finden die Störche in den Biotopen und extensiv bewirtschafteten Flächen sehr gute Lebensbedingungen. Erst in diesem Winter wurde die Flachwasserzone eines Grundstücks bei Erlach erweitert, ein zusätzliches Projekt wurde nahe der Bahnlinie neu geschaffen.
Allerdings, so Herbert Ziegelmeier, Vorsitzender des »Förderkreises Weißstorch«, ist es notwendig, ein zusätzliches Futterangebot für die Störche bereitzustellen. Er legt es auf einer Wiese im Biotop bei der Grimmelshausenschule aus, wo sich die Störche dann bedienen können.
Ringe liege bereit
In den nächsten Tagen werde eine Beringung durch den Beauftragten der Bezirksstelle für Natur- und Landschaftspflege erfolgen. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass im Rahmen des Storchenprojekts des Landes festgestellt werden kann, wohin die Jungstörche ziehen werden und sich dann möglicherweise mit einem Partner als Brutpaare niederlassen. Wie lange die Jungstörche noch bleiben, wenn sie flugfähig sind, ist nicht abzusehen

Vor einem Jahr wurde das Storchennest in der Friedhofstraße abgebaut und neu hergerichtet. Normalerweise reicht eine Reinigung, wobei alljährlich die Drehleiter der Feuerwehr zum Einsatz kommt. »Die Störche sind saubere Tiere«, betont Ziegelmeier, Kot gibt’s im Nest keinen, aber viele Dinge, die sie auf den Wiesen und in den Biotopen gesammelt haben.
Diesmal war ein kompletter Neuaufbau notwendig, da das vorhandene Nest Schäden aufwies. Seine Zuversicht, dass das Storchenpaar es anschließend wieder annimmt und weiterhin zur Brutpflege nutzt, hat sich erneut erfüllt.
Wie wichtig es ist, dass die Lebensbedingungen der Störche verbessert werden, zeigt er daran, dass ist in ganz Baden-Württemberg 1975 gerade noch 15 Storchenpaare gab.
Mit jetzt 49 Jungstörchen haben der Förderverein Weißstorch und die Stadt Renchen einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass diese Entwicklung gestoppt wurde und der Storch weiter bei uns heimisch ist.

 

 

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Veröffentlicht in Erlach

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