2010 wird Erlach zu einer Festmeile
Der Renchener Stadtteil bereitet sich auf die 725-Jahr-Feier vor / Sponsoren werden gesucht
2010 geht in Erlach die 725-Jahr-Feier über die Bühne. Die Vorbereitungen laufen bereits. Am Donnerstag gab Herbert König in der Ortschaftsratssitzung einen Zwischenbericht ab.
Wenn man das Festprogramm von »725 Jahre Erlach« anschaut, könnte man meinen, das Jubiläum ginge noch in diesem Jahr über die Bühne. Bereits mit Zeitangaben ist das Konzept für den 12./13 Juni 2010 ausgearbeitet – auch wenn Ortsvorsteher Herbert König darauf verweist, dass sich wohl noch Änderungen ergeben werden. In der Ortschaftsratssitzung am Donnerstagabend hat er das Konzept ausführlich vorgestellt.
Der derzeitige Plan sieht so aus, dass am Samstagmorgen ein Bauernmarkt in den Nischen des Kronenplatzes eröffnet wird. Am Abend gibt’s einen Fassanstich und die Themenhöfe werden eröffnet. Später ist ein Konzert mit den »Gaelfiaßler« auf der Festbühne auf dem Bolzplatz geplant.
Der Sonntag startet mit einem ökumenischen Gottesdienst. Im Anschluss werden Oldtimer (Schlepper und Motorräder) gezeigt. Mittags wird in den Themenhöfen bewirtet. Handwerkerstände und das bäuerliche Leben sind zu sehen. Wandermusikgruppen unterhalten die Gäste. Zudem soll’s einen nostalgischen Rummel, Festwein und- bier geben.
Die Festmeile soll sich voraussichtlich von der Kronenhalle bis zum Rathaus erstrecken. Für das Programm und die Bewirtung in den Themenhöfen auf der Strecke hat König bereits die Zusagen der örtlichen Vereine bekommen. Themen werden unter anderem der Tabakanbau einst und heute, das Leben auf einem alten Bauernhof, Ritterspiele und Wäschweiber sein. Eventuell gibt es im Kindergarten einen Tag der offenen Tür, in der Aurainschule eine historische Schulstunde und im Rathaus eine Ausstellung.
Neben den Vereinen wollen sich auch Privatpersonen und Firmen einbringen. »Es geht nur gemeinsam«, weiß auch der Ortsvorsteher, der deshalb seine Bürger zum Mitmachen motiviert
Er hofft und baut auf ebenso engagierte Unterstützung der Erlacher, wie bei der Primiz von Jürgen Schindler 2004. Damals habe auch das ganze Dorf sehr erfolgreich zusammengeholfen.
Auch weitere Ideen sind gefragt. Eine warf gleich in der Sitzung Horst Öhler auf. Er regte an, dass man auch Gruppen aus Ulm und der Kernstadt Renchen zum Mitmachen motivieren sollte. Schließlich sei man eine Gesamtgemeinde.
Außerdem suchen Ortsvorsteher und Ortschaftsrat derzeit nach Sponsoren. »Das Jubiläum wird nämlich nicht nur von der organisatorischen Arbeit her ein Kraftakt, sondern auch aus finanzieller Sicht«, so König. Ein Jubiläumslogo wird konzipiert, das sich auf Fahnen, Gläsern wie dem gesamten Werbematerial wiederfinden soll. Zudem entsteht unter der Federführung von Horst Öhler eine Festschrift mit 50 bis 60 Seiten über die Dorfgeschichte und das aktuelle Vereinsleben.
Eintritt will man – nach langen Überlegungen – beim Jubiläumsfest keinen verlangen, so König. Zum einen aus organistorischen Gründen (viele Zugangsmöglichkeiten), zum anderen aus sozialer Sicht (Familien mit mehreren Kindern). Zudem sieht es König für den Umsatz an Getränken und Speisen als nicht förderlich an, wenn die Besucher schon am Eingang 5 Euro hinlegen müssten.