»Zum Herz der Stadt gerückt«
Nach dem Abriss der alten Räume hat die Josua-Christengemeinde nun eine neue Heimat gefunden
Viele Glückwünsche durfte die Josua-Christengemeinde entgegennehmen. Denn die Glaubensgruppe ist in neue Räume umgezogen.
Die Josua-Christengemeinde hat ein neues Dach über dem Kopf. Seit Juni füllt sie das Untergeschoss des Bürogebäudes der Firma Bold auf der Rennwiese 1 mit neuem Leben, nachdem das alte Gemeindezentrum im alten Güterbahnhof nach einem Verkauf dem Abrissbagger weichen musste Im Rahmen eines Festgottesdienstes mit zahlreichen Vertretern anderer Konfessionen, der Firma Bold und Oberbürgermeister Klaus Muttach feierte die Josua-Christengemeinde Achern am Samstag die Einweihung ihrer neuen Räume im Beisein vieler Gäste. In einer Fotoshow ließ Pastor Matthias Czepl die Ereignisse des Umzugs im März von der Güterhallenstraße über die Jahnhalle als Provisorium bis auf die Rennwiese Revue passieren.
»Mir scheint, Sie sind nicht nur uns näher gekommen«, so beschrieb der evangelische Pfarrer Hans-Gerd Krabbe in seinem Grußwort die geographische Veränderung vom alten Güterbahnhof hin zur Rennwiese, »sondern Sie sind vom Rande näher zum Herzen der Stadt gerückt.« Der Hoffnung auf gute Zusammenarbeit mit der Stadt und den anderen Konfessionen pflichtete Oberbürgermeister Klaus Muttach bei. Er dankte der evangelischen Freikirche für ihr bisheriges Engagement sowie die Unterstützung der städtischen Anliegen im Gebet, was er zu schätzen wisse. »Es ist für diese Gemeinde kennzeichnend, dass sie die Stadt von Anfang an besonders auf dem Herzen hatte«, so beschrieb es Jochen Geiselhart aus Steinbach, Regionalleiter des »Freikirchlichen evangelischen Gemeindewerks« (fegw), dem sich die Josua-Christengemeinde Achern angeschlossen hat
Er überbrachte die Grüße der fegw-Partnergemeinden aus Ottersweier, Steinbach, Rastatt und Stein mit dem Bibelwort aus Josua: »Be bold – das heißt seid mutig!“ – und spielte damit in Englisch auf den Namen der Vermieter-Firma »Bold« an. In diesem Sinne wünschte Holger Reinhart vom Christlichen Zentrum Achern (CZA), dass die Gemeinde für ein überzeugendes »Christentum von Herzen« in der Stadt bekannt werden möge. Gemeindegründer Michel Guth unterstrich, dass es seit dem Beginn vor 19 Jahren immer ein Anliegen der Gemeinde gewesen sei, mit anderen Christen in Achern und der Region »den Leib Christi« zu bilden.
Anfänge in Achern
Dass dies in der Vergangenheit nicht immer einfach war, resümierte der Regionalleiter der Freien Christengemeinden, Karl Oppermann. Er erinnerte an die Anfänge in Achern, als aus einem »Hauskreis« mit 60 Personen schließlich die freien Gemeinden in Achern, Baden-Baden, Oberkirch und Kehl entstanden. Prägend sei damals in den 80er Jahren auch die Vision eines »Netzwerks« mit anderen Christen gewesen, das nun entstanden sei. Schließlich verglich Pastor Vlado Malisic vom Christlichen Zentrum Agape, Renchen die Gemeinden mit »Filialen« einer Firma, und wünschte der »Filiale« in Achern Segen und Wachstum.
Die Vorredner hatten schon zum Ausdruck gebracht, was Pastor Matthias Czepl in seiner Predigt abschließend unter dem Stichwort »Geist der Einheit« als Anliegen der Josua-Christengemeinde in den neuen Räumen zusammenfasste. Als Ausdruck dessen sprach die Festgemeinde zum Abschluss das apostolische Glaubensbekenntnis. Anschließend klang die Einweihung mit Sekt und einem Büffet aus.
Pfarrer Hans-Gerd Krabbe, Roswitha Muttach, OB Klaus Muttach, Andrea Czepl und Pastor Matthias Czepl (von links) freuten sich über die neue Heimat der Josua-Christengemeinde.
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