Sechs Künstler auf vier Etagen
Ausstellungseröffnung im neuen Acherner Gesundheitszentrum / Zeitgenössische Arbeiten zu sehen
Im Acherner Gesundheitszentrum wurde am Wochenende die Gemeinschafts-Ausstellung »Kunst aus der Region« mit einer Vernissage eröffnet. Bis Ende April 2011 präsentieren sechs professionelle Künstler zeitgenössische Arbeiten.
Galerist und Mitaussteller Ernst Schneider übernahm am Samstag die Vorstellung der Kollegen und charakterisierte ihre stilistische Ausrichtung und Arbeitsweise Vorweg schickte er, dass traditionelle Themen wie Stillleben oder Landschaften und ihre realistische Wiedergabe in dieser Ausstellung nicht zu finden sind. So montiert Johanna Helbling-Felix Fotos und Zeichnungen »zu inspirativen Interpretationen von Landschaften«. Ihre »schwebenden und offenen Bilder richten sich zum Himmel oder nach unten zur Erde und zeigen dabei eine plastische visuelle Präsenz«, erklärte Schneider.
Beate Knapp »dynamisiere« Dinge und Objekte wie Pflanzen, Schuhe, Sessel und Maschinen »empfindungsmäßig«, um sie neu zu erschaffen und »dadurch unglaublich lebendig« werden zu lassen. »Ihre Schuhe, zum Beispiel, fangen von selbst an zu tanzen«, begeisterte sich Ernst Schneider. Bernd Behrends wiederum bewege sich in seiner Malerei »ganz weit weg vom Gegenständlichen«, obwohl er den Realismus durch die Wahl seiner Titel in die Bilder hole. Seine Arbeiten seien einem psychischen Moment des Expressiven entwachsen. Er beginne skriptural (schwarz/weiß), um dann in die Farbe zu gehen, unterbreche aber diesen Duktus wieder, »wodurch seine Bilder eine unheimliche starke Vitalität und farbliche Dimension bekommen«, führte Ernst Schneider aus,
Franz Rothmund sei dagegen ein »Konstruktiver«. Er nimmt Flächen als Ausgangspunkt, überlagert sie und baut dann eine Art Bildarchitektur, aus der, wie in der Ausstellung zu sehen ist, auch die Vorstellung eines Gartens entstehen kann, der aus der Art der Farbigkeit durchaus landschaftliche Assoziationen erlaubt
Prinzip der Vielfalt
Manfred Emmenegger-Kanzler ist als einziger Bildhauer im Gesundheitszentrum vertreten. Der Künstler rückt stereometrische Grundformen wie den Würfel oder ein Quadrat in den Fokus, um mittels einer konstruktiven Verschränkung das Prinzip der Vielfalt anzudeuten. Ernst Schneider berichtete schließlich von seiner eigenen »abenteuerlichen Lust am Empfinden und expressiven Freude am Malen«. In einigen der gezeigten Leinwände seien, durch Übermalung, die Bilder von 20 Jahren gespeichert, verriet Ernst Schneider den zahlreich erschienenen Vernissage-Besuchern.
Die von Karl Heinz Hurrle eröffnete Verkaufs-Ausstellung ist bis Ende April 2011 im Acherner Gesundheitszentrum beim Ortenau-Klinikum auf allen vier Etagen zu sehen.
Ausstellungseröffnung im Gesundheitszentrum, von links: Bernd Behrends, Beate Knapp, Manfred Emmenegger-Kanzler, Johanna Helbling-Felix, Franz Rothmund und Ernst Schneider
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