Riesige Schudi-Schar darf feiern
200 Jahre Narrenzunft 1811: Die Kappelrodecker setzen auf das Motto »originell, aktuell, traditionell«
Das wird eine Feier: Die Narrenzunft 1811 Kappelrodeck wird im nächsten Jahr runde 200 Jahre alt. Wie die Vorbereitungen auf dieses ganz besondere Jubiläum laufen, erzählte Narren-Präsident Josef Müller der Acher-Rench-Zeitung.
In Kappelrodeck steht das große Narrenjubiläum an Sind Sie und Ihr Team schon nervös oder eher in freudiger, närrischer Erwartung?
Josef Müller: Wir sind mit großem Eifer an den Vorbereitungen. Natürlich ist man etwas nervös, ob alles, wie man es gerne hätte, auch klappt. Wir sind aber guter Dinge und so macht es auch viel Freude und Spaß, unsere Ideen und Gedanken in die Tat umzusetzen.
Die Kappler Narren bereiten gerade die Festschrift zum 200-jährigen Bestehen vor. Wie weit sind die Arbeiten?
Müller: Mit dem größten Teil sind wir fertig. Unsere ortsansässige Druckerei hat gute Arbeit geleistet und uns einen Vorabdruck zukommen lassen, bei dem es nur noch Kleinigkeiten zu verändern gibt. Also können wir schon bald das OK für den Druck geben.
Wann wird die Festschrift erscheinen?
Müller: Wir werden sie pünktlich zum 11.11.2010 herausgeben. Selbstverständlich werden wir durch die Presse bekannt geben, wo man sie erwerben kann.
Sie hatten ja bereits ein Buch zum 175-jährigen Bestehen herausgegeben. Galt es also lediglich, die vergangenen 25 Jahre aufzuarbeiten, oder haben Sie auch noch tiefer in der Geschichte gekramt?
Müller: Dank unseres Historikers Adolf Hirth aus Kappelrodeck, der schon zum 175-Jährigen alle Register gezogen hat und unsere Vereinsgeschichte in Bild und Schriftform in einer wundervollen Festschrift zusammenfasste, galt es nun, hauptsächlich die Jahre ab 1986 aufzuarbeiten. Hierzu konnten wir wieder Herrn Hirth gewinnen
Und wie man ihn kennt, wurden wieder alle Quellen angezapft. Ferner konnten wir auf ein umfangreiches Bildmaterial der letzten Jahrzehnte zurückgreifen. Was daraus geworden ist? Lassen Sie sich überraschen!
Sie sind die älteste Narrenzunft Mittelbadens. Da wird zum Jubiläum sicherlich eine besondere Auszeichnung fällig, oder?!
Müller: Wir sind keinem Narrenbund oder fasnachtlichen Organisation angeschlossen und somit denke ich, dass wir als älteste Narrenzunft Mittelbadens das Bundesverdienstkreuz mit goldenem Schuditropfen am Bändel verdient haben.
Es soll am Samstag vor der offiziellen Eröffnung ein großes Jubiläumsfest stattfinden. Was ist da bislang geplant und welche besonderen Gäste erwarten Sie?
Müller: Wie man es von der Kappler Fasnacht gewohnt ist, wird nicht viel geplant. Das heißt, der Rahmen des Festbanketts steht in groben Zügen fest, alles andere läuft unter dem
Motto originell, aktuell, traditionell. Es wird ein schönes lockeres Festbankett stattfinden.
Wird der Umzug am Fasnachtssonntag im üblichen Rahmen stattfinden oder wird es auf Grund des Jubiläums Veränderungen geben?
Müller: Es wird keine großen Veränderungen geben, da wir unserem Motto »Originell, aktuell, traditionell« gerecht werden wollen. Wie jedes Jahr sind wir froh, eine riesige Schudi-Schar zu haben, nämlich die Bevölkerung aus Kappelrodeck und Waldulm. Viele Gruppen und Vereine sind bereits in der Planungsphase. Aber wie jedes Jahr weiß die Narrenzunft vorab nicht, was sich die vielen Schudis einfallen lassen. Ich freue mich jetzt schon auf einen großen farbenprächtigen und ideenreichen Umzug, wie man es aus Kappel gewohnt ist. Hierzu an dieser Stelle an alle Schudis ein großes »Hoorig, hoorig isch die Katz«.
Wehe, wenn sie losgelassen: Gerade im Jubiläumsjahr wollen die Kappelrodecker Schudis besonders auf den Putz klopfen.
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