Neues Gesundheitszentrum ist eröffnet

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Ehrgeizigen Zeitplan für fünfgeschossigen Neubau realisiert / Muttach: »Probleme gemeinsam gelöst«

 

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/20754_1.jpg»Was wir uns lange gewünscht haben, ist Realität geworden«, sagte Allgemeinmediziner Thomas Kohler am Samstag bei der Eröffnung des neuen Gesundheitszentrums am Klinikum. 120 geladene Gäste lernten das Haus kennen, bevor sich am Sonntagnachmittag die Türen für alle Interessierten öffneten
»Die medizinische Versorgung hier im ländlichen Raum ist sicherer geworden,« sagte Thomas Kohler als Sprecher der zehn eingemieteten Ärzte und Dienstleister. Hier sei die von der Politik gewünschte Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung gelungen und man habe den Standort des benachbarten Ortenau-Klinikums langfristig gesichert.
Gute Zusammenarbeit
Die Idee sei vor zwei Jahren vorgestellt und für die Acherner Ärzte und das Acherner Klinikum realisiert worden, erklärte Thomas Ganter, Geschäftsführer von Hurrle Immobilien aus Oberkirch. Der Neubau mit direkter Verbindung zum Anbau des Ortenau-Klinikums sei von Geschäftsführer Manfred Lörch und Verwaltungsdirektor Rainer Baaß immer unterstützt ­worden. Viel Lob hatte Thomas Ganter auch für die Stadt Achern. Mit der Behörde habe er »ganz toll und auf bisher einmalige Weise zusammengearbeitet«. Das bestätigte Architekt Jürgen Müller aus Oberkirch.
Der Zeitplan für den fünfgeschossigen Neubau mit 2500 Quadratmeter Nutzfläche sei sehr ehrgeizig gewesen. Als für den Klinikanbau schon die Baugrube entstand, habe er den Auftrag bekommen. »Vor 20 Monaten war noch kein Strich gezeichnet«, so Müller. Das Gesundheitszentrum gleichzeitig mit dem G-Bau des Ortenau-Klinikums hochzuziehen, sei der Wunsch gewesen. Am Ende überholte der private Bauherr sogar das Klinikprojekt

Man habe einige Probleme gemeinsam gelöst, bestätigte Oberbürgermeister Klaus Muttach. Unter anderem sei ein Abwasserkanal umgeleitet worden. Das Klinikum mit niedergelassenen Ärzten zusammen zu führen, sei politisch ein spannendes Thema.
»Leben Sie alle Tage nach dem Beispiel des barmherzigen Samariters?«, fragte Pfarrer Hans-Gerd Krabbe die versammelte Ärzteschaft. Er wünschte, dass der Geist der Barmherzigkeit und der Wertschätzung gegenüber den Patienten in das neue Haus einziehe. Wenn Menschen an ihre Grenzen kommen, werden sie sensibel für die höhere Dimension des Lebens, sagte Pfarrer Joachim Giesler: »Gesundheit ist kostbar und nicht selbstverständlich.« Gemeinsam mit den Ehrengästen sprachen sie Fürbitten und Gebete für ein segensreiches Wirken der Mediziner.
Den Ärzte begegnet
Mit 250 Kilo Renchtäler Äpfeln will die Volksbank Offenburg einen Beitrag zur Gesundheit in dem Neubau leisten. Vorstandsmitglied Markus Dauber überbrachte am Samstag den ersten Korb.
Als letzte und innerhalb von nur drei Tagen zogen auch sechs Künstler aus der Region in das neue Haus ein. Ernst Schneider aus Ottersweier schlug stellvertretend den Bogen von der Kunst zur Medizin. »Künstler wie Ärzte müssen genau hinschauen können.« Er lud zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung auf Samstag, 23. Oktober, um 17 Uhr ein.
Beim Rundgang entdeckten die Besucher die Behandlungsräume und trafen die hier ab Montag tätigen Ärzte.

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In der Radiologie trafen sich bei der Eröffnung des Gesundheitszentrums (von links) Bauherr Thomas Ganter, Markus Dauber von der Volksbank, Thomas Kohler, die Radiologen Bernd Wallner und Albrecht Hochmuth und (vorne sitzend) Bürgermeister Dietmar Stiefel

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