Mehr Platz für die Kleinsten

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Erweiterungsbau in St. Michael für Unter-Dreijährige ist fertig / 20 neue Plätze ab dem nächsten Jahr

Insgesamt 20 neue Plätze für Unter-Dreijährige stehen ab nächstem Jahr in der Kindertageseinrichtung St. Michael zur Verfügung. Gleichzeitig startet im Dezember die Sanierung des maroden Flachdachs der Einrichtung. Beide Projekte werden zu 75 Prozent über das Konjunkturpaket II finanziert.

 

Elena Bartuli ist rundum zufrieden: »Er ist hell, modern und schön groß«, beschreibt die stellvertretende Kita-Leiterin den neuen Anbau ihrer Einrichtung Nach siebenmonatiger Bauzeit und einer Investition von 860 000 Euro, von denen der Bund 75 Prozent bezahlt, ist die Erweiterung der Kindertagesstätte St. Michael abgeschlossen. 20 Kinder unter drei Jahren sollen ab nächstem Jahr im Neubau zusätzlich Platz finden.
Mit der Schaffung der neuen Plätze bereitet sich die Stadtverwaltung auf die Umsetzung des Kinderförderungsgesetzes vor. Demnach haben ab 2013 alle Eltern einen Anspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag. »Bei den Jüngeren ist es im Moment noch ein bisschen eng«, kommentiert Oberbürgermeister Klaus Muttach den bisherigen Stand. Ab nächstem Jahr, wenn der Neubau in St. Michael bezugsfertig ist, werde es deutlich entspannter. »Wir finden für jedes Kind in der Stadt einen Platz«, verspricht Muttach. Es werde in Zukunft nur noch um die Frage gehen, ob man eine Zusage für die Wunsch-Einrichtung im eigenen Viertel bekomme.
Arbeiten auch am Dach
Fehlen nur noch die Möbel: »Kleinkinder haben da ganz andere Bedürfnisse als größere«, sagt Elena Bartuli. Besonders viele Möbel brauche man ohnehin nicht. Denn: »Kinder in dem Alter müssen sich ganz viel bewegen und die Welt auf diese Weise entdecken.«
Während die Inneneinrichtung in den nächsten Wochen nach und nach Gestalt annimmt, tut sich in St. Michael schon die nächste Baustelle auf: Das marode Dach aus den 70er Jahren, durch das an mehreren Stellen Regenwasser sickert, muss ab Dezember komplett saniert werden. »Das war auch dringend nötig«, meint Architekt Joachim Kupfer

Durch das alte Dach sei sehr viel Energie entwichen.
Das neue 900 Quadratmeter große Flachdach bekommt eine zusätzliche Wärmedämmschicht und soll so energiesparend sein, dass der Kita mitsamt des Neubaus nicht mehr Heizkosten entstehen als vorher. Die energetische Sanierung ist ein Kriterium, das über die Förderungswürdigkeit von Anträgen im Rahmen des Konjunkturpaketes II entscheidet. Der Bund bezuschusst damit die Instandsetzung öffentlicher Einrichtungen und will gleichzeitig die lokale Wirtschaft stärken.
Während oben auf dem Dach die Bauarbeiter werkeln, spielen unten die Kinder – das Dach wird für 221 000 Euro während der normalen Betreuungszeiten saniert. »Natürlich kommen die Kinder nicht in die Bereiche, in denen gearbeitet wird«, versichert Elena Bartuli. »Da wird abgesperrt, denn die Handwerker müssen auch von innen ans Dach.«

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Drinnen wird gebaut, draußen auch: Diese Unter-Dreiährigen fühlen sich in der städtischen Kindertagesstätte St. Michael (hier auf dem Spielplatz) pudelwohl.

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Veröffentlicht in Achern

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