Investition mitten in der Kernstadt

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Acherner Schuhhaus Butz feiert mit Gästen kurz vor der endgültigen Fertigstellung den großen Neubau

 

http://www.baden-online.de/news/images/news_lokales/artikel_arz/20682_1.jpgMitten in der Innenstadt hat die Familie Butz ihr altes Schuhhaus abgerissen und ein neues, größeres gebaut. Noch ist es nicht ganz fertig, doch die Geschwindigkeit, mit der hier zu Werke gegangen wurde, beeindruckte auch den Oberbürgermeister
Klaus Muttach war Gast der Eröffnungsfeier am Mittwochabend. Er zollte dem Ehepaar Günter und Pia Butz Respekt. Muttach unterstrich, dass es nicht selbstverständlich sei, im Stadtzentrum zu investieren und somit die Einkaufsvielfalt der Kernstadt zu stärken. Solche Familienunternehmen wie das Butz-Haus mit guten Angeboten und ausreichend Parkplätzen seien die beste Antwort auf Outlet-Center, so der OB.
Stressig, aber schön
Mit Partnerfirmen, Handwerkern und dem eigenen Team wurde am Mittwoch angestoßen. Für Günter Butz war die ganze Zeit des Umbaus zwar stressig, »aber schön«, er freue sich schon auf die nächsten vier Wochen, in denen die oberen Geschosse und die Fassade fertig gestellt werden. Im Erdgeschoss gehen die Kunden schon länger ein und aus.
»Wir haben keine goldenen Wasserhähne, wir wollten ein modernes, aber ein normales Schuhhaus«, sagte Butz. Die Warenlager sind jetzt größer und per Aufzug erreichbar. In der über 60-jährigen Unternehmensgeschichte habe die Familie noch nie ein solches Unterfangen gestemmt. Welche Summen investiert wurden, will der Geschäftsführer auch auf Nachfrage nicht verraten.
Günter Butz überließ es seinem »Lieblingsarchitekten« Rolf Glaser, Details der Bauzeit zu schildern, die der Acherner Architekt »Impressionen der Angst« überschrieb. Nach ersten Überlegungen zu einem Umbau im Februar 2009 machte Statiker Gregor Harter klar, dass ein Neubau her muss

Eine Reise nach Berlin brachte keine Inspirationen, mit einem zweiten Architekten, Michael Huber, wurde das Ziel eines viergeschossigen Neubaus verfolgt.
Abriss war schwierig
Der Bauantrag wurde im Januar gestellt, die Lagepläne vom Vermessungsamt stimmten nicht, erzählte Glaser, dennoch begann im Mai der Abriss (die ARZ berichtete). »Keiner hat geglaubt, dass das Nachbarhaus stehen bleibt«, berichtete der Architekt.
Teilweise mussten die Handwerker bei 38 Grad schuften, lobte Glaser deren zügiges Arbeiten. Eine seiner Ängste während des Baus schilderte er so: »Wenn die erste eingesetzte Decke nicht gepasst hätte, wäre ich nach Apulien ausgewandert.« Aber trotz allen Zeitdrucks und Stresses habe er auf der Baustelle nie ein böses Wort gehört.
3500 Quadratmeter umbauter Raum entstehen, die Verkaufsfläche ist auf 635, die Lagerfläche auf 150 Quadratmeter angewachsen.

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Auch OB Klaus Muttach sprach Geschäftsführer Günter Butz (links) am Mittwoch seine Anerkennung für den mutigen Umbau seines Schuhhauses aus.

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