Hilfe für das Projekt im Tschad

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

Deutsche Hilfsaktion für Missionskrankenhäuser (DHM) in Achern sagt medizinische Lieferungen zu

»Das Krankenhaus von Bebalem kann einen guten Neuanfang haben und dann werden wir uns engagieren«. Für den Vorsitzenden der Deutschen Hilfsaktion für Missionskrankenhäuser (DHM), Arnaud Weider ist die Zielvorgabe klar.

 

Arnaud Weider besuchte mit Martin Schübel Anfang November das Krankenhaus in Bebalem/Tschad und kehrte sehr hoffnungsvoll zurück Nach einem mehr als 20-jährigen großen personellen und finanziellen Engagement der DHM in Bebalem zog sich die Hilfsorganisation mit Sitz in Achern 1998 aus dem Krankenhaus zurück. Es wurde im Sinne der subsidiären Entwicklungsidee von Einheimischen geführt und in die Verantwortung der evangelischen Kirche im Tschad übergeben. Der gute Wille war zwar da, aber es zeigte sich über die Jahre, dass die Verantwortlichen diese große Aufgabe nicht meistern konnten.
Hinzu kamen organisatorische, personelle und finanzielle Probleme,. Für einen Afrikaner gebe es nichts Schlimmeres, als einen Fehler einzugestehen, so Arnaud Weider. Dies sei aber jetzt geschehen, nachdem die Kirche Gelder für das Krankenhaus für andere Projekte verwendete und das einst »blühende Hospital« quasi in den Ruin führte. Nun soll es zu einem Neubeginn kommen, in dem eine unabhängige »Non Governmental Organization« (NGO) gegründet werden soll, die die Verantwortung für insgesamt vier Krankenhäuser inklusive Bebalem und 200 Buschstationen übernimmt.
Konzept wird erstellt
Bis Ende des Jahres soll das Konzept stehen und wenn alles in die richtige Bahn komme, werde sich die DHM wieder in Bebalem mit medizinischen Hilfslieferungen engagieren. Geld soll aber zunächst für das einstige Paradeprojekt keines fließen, für ein »Fass ohne Boden« wolle man sich nicht einsetzen, so Arnaud Weider.
Seit April 2009 investierte die DHM rund 400 000 Euro in den Neubau des Krankenhauses in Dandeldhura im abgelegenen Westen von Nepal, insgesamt sollen es 600 000 Euro werden. Durch unerwartete Probleme beim Bau des Fundamentes werde das Krankenhaus teuerer als geplant, auch der Baufortschritt verzögere sich, so Arnaud Weider.
Gute Entwicklung
Sehr gut entwickelten sich die ebenso von der DHM unterstützten nepalesischen Krankenhäuser in Lamjung und Chaur Jahari.
Im Herbst dieses Jahres arbeitete das Obersasbacher Arztehepaar Ursula und Eberhard Koch erneut in dem Krankenhaus von Chaur Jahari im Distrikt Rukum, dabei war auch die Gesundheits- und Krankenpflegerin Christiane Federle vom Ortenau Klinikum Achern. Vor Ort ist noch der ehemalige Lenderschüler Maximilian Kohler. Viele gute Nachrichten gibt es auch aus Laos, wo das Ehepaar Babette und Philippe Schmidt seit einigen Jahren tätig ist.
Spendenkonten gibt es bei der Volksbank Achern mit der Kontonummer 567000 (BLZ 66291300) sowie bei der Sparkasse Offenburg-Ortenau unter der Kontonummer 88015972 (BLZ 66450050).

STICHWORT
Bebalem
Über 20 Jahre hatte die DHM in Kooperation mit der französischen Organisation Medaf mit materiellen, finanziellen und personellen Hilfen einen wesentlichen Anteil am Aufbau und Betrieb des Krankenhauses in Bebalem. Es wurde mit 30 Buschstationen aufgebaut, in dessen Einzugsgebiet 250 000 Menschen leben und in Bebalem medizinisch versorgt wurden. 1998 zog sich die DHM zurück und engagierte sich verstärkt in Krankenhaus-Projekten in Nepal und Laos, nachdem die evangelische Kirche im Tschad ihre Bereitschaft erklärte, das Krankenhaus alleine zu führen.

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Die Deutsche Hilfsaktion für Missionskrankenhäuser (DHM) will wieder Unterstützung im Tschad leisten. Unser Foto zeigt die Besucher aus Achern, Arnaud Weider und Martin Schübel, mit den Vertretern von Kirchen und Krankenhaus.

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