Eltern für Renchener Lösung
Werkrealschule aus Fautenbacher Sicht wünschenswert / Rat will mehr Bäume in der Dorfmitte
Die Fautenbacher Eltern favorisieren eine Werkrealschule mit Renchen, erfuhren die Ortschaftsräte am Mittwoch. Zudem wünschen sich die Räte, dass die Bewohner im Dorfinneren mehr Laub- oder Obstbäume pflanzen.
Diskussionen löste im Ortschaftsrat am Mittwoch nach dem wertschätzenden Rückblick auf den ortsgeschichtlichen Sonntag ein geplanter Wohnhausbau im Freudenstück aus Ortsvorsteher Gebhard Glaser schlug vor, die vom Bebauungsplan abweichende Zufahrt unter der Maßgabe zu befürworten, dass der entfallende öffentliche Stellplatz durch einen Stellplatz auf der Fläche des Bauherrn ersetzt wird.
Pius Weber erhob den Einwand, dass auch der entfallende Stellplatz durch Anliegergebühren finanziert sei, während Rainer Ganter zu Bedenken gab, dass die Straßen eng sind und es im Freudenstück ohnehin wenig Abstellplätze gebe. Gerhard Weber erinnerte, dass er schon bei der ersten derartigen Änderung vor einigen Monaten aus Präzedenzgründen abgelehnt habe und sich heute nun enthalten werde. »Mit den Konsequenzen dieser Ausnahmen werden wir wohl leben müssen«, meinte Weber. Bei Enthaltungen von Pius und Gerhard Weber befürwortete die Mehrheit der Räte den Vorschlag des Ortsvorstehers.
Ohne Diskussion wurde die Sanierung eines Fachwerkhauses in der Weststraße akzeptiert, das auf der Denkmalschutzliste der Stadt steht. Die Denkmalbehörde sei am Verfahren beteiligt und aus Sicht der Ortschaft könne man sich über die Sanierung des alten Gebäudes freuen, fasste Gebhard Glaser das einstimmige Votum zusammen.
Grüneres Dorf
Einstimmig waren die Räte der Meinung, dass das 2009 eingeführte Hausbaumprogramm fortgesetzt werden soll. »Wir wollen das Dorf im Inneren grüner gestalten«, erläuterte Glaser, dass die Kosten für Hausbäume zu je einem Drittel zwischen Ortsverwaltung, Jagdgenossenschaft und Hausbesitzer aufgeteilt würden
Maximal, so Glaser, könne der Zuschuss für einen Laub- oder Ostbaum, der dann zwischen Straße und Haus stehen müsse, bei 60 Euro liegen. In der Ortsverwaltung könne jeder Interessierte eine Liste mit beispielhaften Hausbäumen einsehen. Allerdings müssten Interessenten gefunden werden, 2009 hätten nur vier Hausbesitzer die Förderung in Anspruch genommen.
Am Ende der Sitzung mahnte Manfred Dörr an, dass an der Scherwiller Straße ein Hinweisschild auf den Geh-/Radweg noch fehle, das der Ortsvorsteher nun einfordern will.
Kurt Wild erkundigte sich nach den Einflussmöglichkeiten zur Werkrealschule Renchen/Önsbach/Fautenbach und wollte wissen, ob denn die Eltern keine Rolle spielten. Laut Glaser soll im Verwaltungsausschuss über die Gespräche zwischen den Verwaltungsspitzen gesprochen werden, ehe der Gemeinderat das Sagen habe. »Alle Gremien werden eingeschaltet werden müssen«, erklärte Glaser.
Joachim Droll berichtete aus der Schule, dass sich Eltern auf Unterschriftenlisten mehrheitlich für die Renchener Variante ausgesprochen hätten, womit wohl eine Schwächung der Acherner Schule verbunden wäre. Konkret, so war zu hören, würde die Renchener Lösung bedeuten, dass die Klassen fünf bis sieben in Fautenbach und Renchen unterrichtet würden, während acht bis zehn in Önsbach wären.
Ärger wegen Unfall
Beate Flick-Schreiber kritisierte anlässlich eines Fahrradunfalls die Sicherheit für die zwischen Achern und Fautenbach fahrenden Kinder. »Jahrelang wird diskutiert, aber es passiert so gut wie nichts«, schimpfte Flick-Schreiber und forderte, endlich Fachleute einzubeziehen und Konzepte umzusetzen.
Überprüft durch das Ordnungsamt, so erklärte Gebhard Glaser auf Nachfrage von Joachim Droll, werde auch die Ampelanlage an der Bundesstraße. Eltern der Grundschule hätten bemängelt, dass die Grünphase für die Erstklässler zu kurz sei.
STICHWORT
Würdig empfangen
Einig war man sich im Ortschaftsrat, dass Katja Bohnert in jedem Fall unter Beteiligung der Vereine würdig empfangen werden soll, wenn sie von der Wahl zur deutschen Weinkönigin wieder in ihr Heimatdorf kommt.
Jetzt klicken und 10 Tage kostenlos Zeitung lesen
