»Die Vorwürfe sind haltlos«

Veröffentlicht auf von Acher-Rench-Zeitung

 

Jugendhearing: OB Klaus Muttach sieht verdienstvolle Arbeit der Schulen in Misskredit gebracht

 

Die Äußerungen zu angeblichem Rassismus an zwei Acherner Schulen (wir berichteten) während der Jugendhearings am Freitag sorgten auch gestern für Wirbel OB Klaus Muttach (Foto) äußerte sich gegenüber der Acher-Rench-Zeitung kritisch über die Äußerungen und die Berichterstattung und bezeichnete die Vorwürfe als haltlos.
Nachdem Rassismus-Vorwürfe beim Jugendhearing laut wurden, haben Sie zugesagt, mit den Leitern der angesprochenen Schulen zu sprechen. Sind diese Gespräche schon erfolgt oder wann werden diese erfolgen?
Klaus Muttach: Ich habe bereits bei der Veranstaltung nach der entsprechenden Wortmeldung betont, dass mir die Achtung der Würde jedes Menschen unserer Stadt, unabhängig von Religion, Nationalität oder anderem ein ganz zentrales Anliegen ist. Auch wenn ich mir nicht vorstellen konnte, dass die Vorwürfe zutreffend sind, so habe ich doch deshalb unverzüglich mit den Schulleitern der beiden Schulen Kontakt aufgenommen und die Thematik intensiv besprochen.
Inwieweit sind die Vorwürfe ernst zu nehmen?
Muttach: Vorwürfe dieser Art nehme ich in besonderer Weise ernst. In aller Deutlichkeit gilt es aber auch zu den Vorwürfen festzustellen, dass sie völlig haltlos sind, entgegen der betroffenen Behauptung keine Beschwerden bei Vertrauenslehrern oder gar dem Schulleiter über rassistische Äußerungen von Lehrern vorliegen. Die erhobenen und nach meiner festen Überzeugung wahrheitswidrigen Vorwürfe der Schülerin sind nur mit einer persönlichen Motivation zu erklären.

Verstehen Sie die Verärgerung der Schulleiter über derartige pauschale Äußerungen in der Öffentlichkeit?
Muttach: Die Verärgerung der Schulleiter über derartige pauschale Äußerungen, die in keinster Weise belegt werden können, verstehe ich absolut. Die Äußerungen und auch die Veröffentlichungen in der Presse sind geeignet, die Arbeit des Lehrerkollegiums in Misskredit zu bringen. Dies ist nicht zu akzeptieren.
Hätten von Seiten des Moderators beziehungsweise der Veranstalter die Jugendlichen nicht auf die Brisanz und die Belegbarkeit ihrer Aussagen hingewiesen werden müssen bzw. ist dies erfolgt?
Muttach: Bereits unmittelbar nach der Wortmeldung der Schülerin habe ich erklärt, dass solche Vorwürfe nicht leichtfertig erhoben werden dürfen und ich mir eine sorgfältige und verantwortungsbewusste Prüfung bei diesem sensiblen Thema wünsche. Ich bezweifle auch sehr, dass diese Berichterstattung der Integration dient und bestimmt auch nicht der verdienstvollen Arbeit unserer Schulen gerecht wird.
Wie werden die Vorwürfe gegen die Schulen nun überprüft?
Muttach: Die Vorwürfe wurden geprüft. Mit der Schulleitung und von diesen auch mit den Vertrauenslehrern und den Lehrerkollegien fanden Gespräche statt und wir sind der festen Überzeugung, dass die Vorwürfe völlig haltlos sind.

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Acherns Oberbürgermeister Klaus Muttach.

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