Chemieunfall in Rheinauer Schule verlief glimpflich
Im Rheinauer Anne-Frank-Gymnasium in Rheinbischofsheim ereignete sich am Donnerstagnachmittag kurz nach 13 Uhr ein Chemieunfall in dessen Verlauf die Schule sicherheitshalber geräumt werden mußte. Menschen kamen glücklicherweise hierbei nicht zu Schaden
Eine 29-jährige Chemielehrerin war im Chemievorbereitungsraum in der unterrichtsfreien Zeit damit beschäftigt, die dort gelagerten Chemikalien zu überprüfen und Gebinde für auszusondernde Chemikalien zusammen zu stellen. Diese sollten später von einer Spezialfirma entsorgt werden. Hierbei öffnete sie einen fünf Liter fassenden Kunstoffbehälter und überprüfte dessen Inhalt (etwa zwei Liter) mit einem Säuretester, der die unbekannte Flüssigkeit als stark ätzend anzeigte. Die Lehrerin stellte das verschlossenen Behältnis auf ein Abtropfbecken und ging weiter ihrer Arbeit nach. In deren Verlauf bemerkte sie plötzlich ein Brodeln und Zischen in dem Kanister, worauf sie unverzüglich den Raum verließ und die Türe schloß. Kurz darauf gab es einen Knall und durch den Türspalt konnte die Lehrerin braunen, nebligen Rauch festsstellen. Vermutlich hat das im Kanister befindliche Bromin in Verbindung mit dem Sauerstoff zu einer heftigen chemischen Reaktion geführt. Außer der Lehrerin war zum Zeitpunkt des Unfalls niemand in den Chemieräumen der Schule anwesend.
Sicherheitshalber räumte die verständigte Feuerwehr zusammen mit den Beamten des Polizeiposten Rheinau die Schule. Etwa 150 Schüler dürften vermutlich nicht ganz unglücklich über den vorzeitigen Schulschluß gewesen sein. Der Schulunterricht ist ab morgen wieder uneingeschränkt möglich
Die Wehren aus Rheinbischofsheim, Freistett und Kehl waren mit 20 Mann unter den stellvertretenden Kommandanten Rheinau Karl, Abteilungskommandant Schmidt und dem Kreisbrandmeister Stech im Einsatz. Sicherheitshalber wurde auch ein Rettungswagen zur Schule beordert, der aber glücklicherweise nicht benötigt wurde.
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