Auf Du und Du mit dem Internet
Aktionstag will interessierten Senioren Wege aufzeigen für den Umgang mit der modernen Technik
Rund 60 Besucher im Mediabus und 30 Interessenten im Bürgerhäusle nutzten den Aktionstag »Senioren am PC«, um sich über die moderne Kommunikationstechnik zu informieren.
Chatten im Internet, E-Mails versenden und empfangen, Bildbearbeitung oder Herunterladen von Informationen aus dem Fernsehen bis hin zur Tabellenerstellung sind längst nicht mehr nur eine Domäne der jüngeren Generation, sondern auch für viele Senioren selbstverständlich geworden
Dies bewies der Aktionstag »Senioren am PC« am vergangenen Samstag mit gleich zwei Schauplätzen: dem Acherner Bürgerhäusle, das einen »Tag der offenen Tür« anbot, sowie dem Rathausplatz, wo der Mediabus unter der Überschrift »Internet erfahren« Senioren Wege aufzeigte für den Umgang mit der modernen Technik.
Erste Schritte
Regelrecht umlagert von Besuchern waren die im Bus aufgereihten Computer, an denen Fachleute ihren Altersgenossen erste Wege in die moderne Kommunikationstechnik aufzeigten oder hilfreiche und detaillierte Tipps gaben.
Im Bürgerhäusle standen als Mentoren Bernd Matuszczak (Sasbach), Klaus Bormeister (Achern) und Klara Lorenz (Rheinmünster-Greffern) den Besuchern Rede und Antwort. Matuszczak hatte 2004 mit seiner Tätigkeit im Bürgerhäusle begonnen. Das Internet interessiert ihn, vor allem auch »Fragen der Sicherheit«. Bei seiner Beratung und Hilfe für Senioren am Computer – direkte Kurse gibt es nicht – geht es unter anderem um den Umgang mit dem Internet, das Empfangen und Versenden von E-Mails und das Anhängen von Bildern. Matuszczak weiß aus eigener Erfahrung: »Viele der älteren Interessenten haben bei den heute üblichen Fernsehinfos das Gefühl, ohne einen Computer zu kurz zu kommen.«
Er sieht das Problem bei den älteren Menschen darin, dass »die Jugend ihnen etwas einmal zeigt und erwartet, dass sie es gleich verstehen«
Hier im Bürgerhäusle sei es positiv, dass die Senioren manches immer wieder mit Geduld beigebracht bekämen.
Klaus Bormeister kam durch die Seniorenwerkstatt zu seiner Tätigkeit als Mentor und ist daran interessiert, noch selber dazuzulernen. Klara Lorenz, die als Mentorin seit 2004 dabei ist, kam »mit null Kenntnissen dazu«. Geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen Männern und Frauen hinsichtlich der Fertigkeit am Computer sieht die Mentorin nicht und stellt fest: »Wir müssen genauso fit sein wie die Männer.«
Einen regen Besucherzustrom hatte auch der Mediabus am Rathausplatz zu verzeichnen, wo Franz Bauer als Projektleiter des ÜAZ (Überregionales Ausbildungszentrum) Waren/Grevesmühlen mit seinem Kollegen Joachim Michel und einer ganzen Reihe anderer Mentoren des Bürgerhäusles alle Hände voll zu hatten, um Rede und Antwort zu stehen. Die Medienexperten sehen ihre Aufgabe unter anderem darin, »Menschen mit dem Internet vertraut zu machen«.
Das Projektleiterteam Jutta Feinen (Sasbach), Sabine Sauer (Achern), Renate Bähr (Grauelsbaum), Helga Kuhn (Rheinau) und Wolfgang Klumpp (Mösbach) standen indessen vor dem Bus als kompetente Ansprechpartner bereit. Helga Kuhn als ehemalige Sekretärin praktiziert als Mentorin im Rahmen des Projekts selber das »Learning by doing«.
Hilfreiche Vernetzung
Positiv sieht Renate Bähr die gegenseitige hilfreiche Vernetzung: »Man hilft einander und geht aufeinander ein. Was der eine nicht weiß, weiß der Andere.« Sabine Sauer hält es bei der »Eins-zu-eins-Beratung« für wichtig, »dass man die Leute dort abholt, wo sie sind«.
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