190 Jahre Tradition setzen sich fort
Gestern boten wieder rund 70 Händler ihre Waren beim Martini-Jahrmarkt in Kappelrodeck an
Zum Martini-Jahrmarkt lud die Arbeitsgemeinschaft Veranstaltung und Werbung (ARGE) gestern in der Rotweingemeinde ein. Sie organisierte den Markt bereits zum zwölften Mal, dessen Geschichte allerdings bereits vor rund 190 Jahren begann
Rund 70 Marktbeschicker verwandelten den Bereich um Kirch- und Marktplatz sowie weit in die Schulstraße hinein in ein großes Kaufhaus unter freiem Himmel – und erfreulicherweise spielte das Wetter einigermaßen mit, zeitweise schien sogar die Sonne.
Gebrannte Mandeln
So nutzten wieder viele Besucher die Gelegenheit, sich von dem breit gefächerten Angebot zu überzeugen und in der typischen Jahrmark-Atmosphäre etwas zu kaufen. Und natürlich wehte über dem Markt auch der Duft von Bratwürsten und gebrannten Mandeln, wobei Kinder auch an Süßigkeiten ihre Freude hatten.
Auch Bäcker, Metzger und Gastronomen boten zum Kappler Festtag ihre Spezialitäten an. Da gab es in den Gaststätten unter anderem Wildgerichte und passend zu Martini auch Gänsebraten. Gerade Bäcker, Metzger und Wirtsleute waren es, die vor 190 Jahren von der Obrigkeit das Marktrecht forderten und auch durchsetzten. Das Großherzoglich-Badische Innenministerium gab schließlich nach und erlaubte ab 1820 die Abhaltung von Vieh- und Krämermärkten – eine Tradition, die sich bis heute gehalten hat.
Der Martini-Jahrmarkt fand gestern in Kappelrodeck wieder sein Publikum.
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